Corona-Erwerbsersatz

(Letzte Aktualisierung 20.09.2021)

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Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz

In folgenden Fällen kann Corona-Erwerbsersatz geltend gemacht werden:

  • Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen

    Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder (bis Alter 12) nicht mehr gewährleistet istbei einer behördlich angeordneten Schliessung der Betreuungseinrichtung (Schule, Kindergarten oder Sondereinrichtung) oder weil die mit der Fremdbetreuung betraute Person (z.B. Grosseltern, Tagesmütter, etc.) aufgrund einer behördlich oder ärztlich verfügten Quarantäne die Betreuung des Kindes nicht wahrnehmen kann.
  • Behördlich oder ärztlich angeordnete Quarantäne

    Der Anspruch auf Erwerbsersatz besteht nur für Personen, die nicht selbst erkrankt sind. Personen, die nach der Rückkehr aus einer Region, die in der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgeführt ist, unter Quarantäne gestellt werden, haben keinen Anspruch auf die Zulage; ausser, das Land war zum Zeitpunkt der Abreise noch nicht auf dieser Liste. Für Grenzgänger, die aus einem Risikogebiet zurückreisen, gilt keine behördliche Quarantänepflicht in der Schweiz, weshalb sie keinen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz geltend machen können. Hingegen haben Grenzgänger, deren Wohnstaat Quarantänemassnahmen anordnet, Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz. Link: Liste der Risikogebiete.
  • Betriebsschliessung

    Anspruch auf Entschädigung bei Betriebsschliessung haben Selbstständigerwerbende, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (wie Teilhaber einer GmbH) sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten, sofern der Betrieb auf Anordnung der kantonalen- oder Bundesbehörden geschlossen wurde. Kein Anspruch besteht für Personen, die Ihren Betrieb aufgrund eines nicht vorhandenen oder unzureichenden Schutzkonzeptes auf kantonale Anordnung schliessen müssen.
  • Veranstaltungsverbot

    Bei einem angeordneten Veranstaltungsverbot haben Selbstständigerwerbende, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (wie Teilhaber einer GmbH) sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten, die für diese Veranstaltung eine Leistung erbracht hätten, Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

    Angesichts der Wiederaufnahme der Aktivitäten in diesem Bereich hat das BSV entschieden, dass ab dem 1. September 2021 kein Anspruch mehr auf eine Entschädigung infolge eines generellen Veranstaltungsverbots besteht, ausser bei Grossveranstaltungen (über 1000 Personen), die von den zuständigen kantonalen Behörden bewilligt werden müssen (Art. 16 Covid-19-Verordnung besondere Lage). Ab dem 1. September 2021 können Betroffene dieses Sektors, die aufgrund der noch geltenden Einschränkungen einen Erwerbsausfall erleiden, den Anspruch auf die Leistung aufgrund einer erheblichen Einschränkung der Erwerbstätigkeit geltend machen.
  • Einschränkung der Erwerbstätigkeit (Umsatzeinbusse mind. 30%)

    Anspruchsberechtigt sind Selbständigerwerbende, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (wie Teilhaber einer GmbH) sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten, die ihre Erwerbstätigkeit wegen Massnahmen gegen das Corona-Virus erheblich einschränken mussten und die im Jahr 2019 ein AHV-pflichtiges Einkommen von mindestens CHF 10'000 erzielt haben. Eine erhebliche Einschränkung liegt vor, wenn im Antragsmonat ein Umsatzrückgang von mindestens 30% im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz der Jahre 2015-2019 festgestellt wird. Für Ansprüche bis 18.12.2020 ist ein Umsatzrückgang von 55% erforderlich. Für Ansprüche vom 19.12.2020 bis 31.03.2021 muss die Umsatzeinbusse mind. 40% betragen haben.
  • Besonders gefährdete Personen, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen (gültig 18.01.2021 bis 31.10.2021)

    Besonders gefährdete Personen (Arbeitnehmende oder Selbständigerwerbende), die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil Arbeit im Homeoffice resp. ein angemessener Schutz am Arbeitsplatz nicht möglich ist, haben Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz. Als besonders gefährdet gelten Personen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind und denen mit ärztlichem Attest Gesundheitsrisiken gemäss Anhang 7 Covid-19-Verordnung 3 bescheinigt werden (Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs, Adipositas).

Die Rechtsgrundlagen für den Corona-Erwerbsersatz sind bis zum 31. Dezember 2021 gültig. Die Anmeldung für den Leistungsbezug muss bis spätestens 31. März 2022 erfolgt sein.

Mehr Informationen finden Sie hier:

Merkblatt: "6.13 – Corona Erwerbsersatzentschädigung für Ansprüche ab dem 17. September 2020" 

Fragen und Antworten: Link BSV

Corona: Auswirkungen auf die Sozialversicherungen im internationalen Kontext: Link BSV

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